Tipps, um große Daten kostenlos und sicher zu verschicken

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Heutzutage ist es keine Seltenheit, große Dateien zu versenden. Hierbei handelt es sich nicht nur um Dokumente, sondern auch um Bilder und Videos. Die verbesserte Aufnahmetechnik der Smartphone Kameras ist nur ein Grund für die enorme Größe der Dateien. Dadurch aber wachsen die Datenmengen stetig an. Die Problematik, die sich hieraus ergibt, ist, dass sich diese Datenmengen nicht mehr länger per Mail verschicken lassen, denn hier ist die zu verschickende Datenmenge begrenzt.

Doch es gibt Alternativen wie zum Beispiel Cloud Speicher. Hoffnungsvoll sind aber auch andere System, wie zum Beispiel die Blockchain oder die innovative Technik, die sich hinter der Kryptowährung IOTA verbirgt, genannt Tangle.

Diese einzigartige Struktur setzt sich aus unterschiedlichen Knotenpunkten zusammen, die aber alle miteinander vernetzt sind. In der Zukunft könnte diese Alternative ebenfalls zu einem optimalen und problemlosen Datentransfer beitragen.

Cloud-Services sorgen für ein einfaches Teilen

Vielfach verwendet werden die kostenlosen Cloud-Speicher im Internet. Kostenlose Speicher im Internet gibt es sofort nach der Anmeldung bei Dropbox, OneDrive oder Google Drive. Die MagentaCloud steht Kunden der Telekom kostenlos zur Verfügung.

Dort lassen sich Dateien über den Webbrowser laden und auch ablegen. Mit den Windows-Desktop Tools geht das noch einfacher, weil sie ein Verzeichnis mit dem Cloud-Speicher synchronisieren. Genau wie bei einem lokalen Laufwerk hat der Nutzer auch hier auf der eigenen Festplatte dank der Spiegelung Zugriff.

Bei der Installation dieser Desktop Software gibt es aber auch noch einen weiteren Vorteil. Gerade wenn die Internetverbindung sehr langsam ist, wird der Nutzer hier in seinen Aktivitäten nicht eingeschränkt, weil der Datentransfer im Hintergrund läuft und somit das Laden der Daten den Browser nicht blockiert.

Auch das Teilen der gespeicherten Daten mit anderen Nutzern ist problemlos möglich. Dass der Empfänger auch zeitgleich Nutzer des Netzspeichers sein muss, ist nicht erforderlich. Hier laden sich die Nutzer dank eines Links die Daten aus der Cloud. Sofern beide Nutzer beim Service angemeldet sind, erhält der Empfänger, sofern er auch die Desktop-Software benutzt, eine Einladung. Danach erfolgt die Freigabe automatisch.

Dieses erweist sich von besonderem Vorteil, wenn Gruppen zusammenarbeiten, da hier jeder die Änderung an den jeweiligen Daten vornehmen kann. Die Cloud-Services helfen aber, sobald es zu versehentlichen Fehlern kommen sollte. Automatisch speichert die Clouds die unterschiedlichen Versionen. Diese lassen sich später auf der Online-Festplatte wiederherstellen. Kopien von Vorgängerversionen werden bis zu 30 Tagen bei den kostenlosen Angeboten aufbewahrt.

Bei der Nutzung kostenloser Datenspeicher spielt die Datensicherheit eine wichtige Rolle. Eine Möglichkeit, um die Daten sicher in der Cloud abzulegen, stellt hier die Verschlüsslung dar. Für die Verschlüsselung ist ein entsprechendes Archivierungsprogramm sehr hilfreich.

Einen Netzwerkspeicher als private Cloud nutzen

Nicht jeder möchte gerne seine Daten im Internet speichern. Das ist auch nicht zwingend nötig, denn es gibt auch die Möglichkeit, einen Netzwerkspeicher (NAS) zu Hause zu nutzen.

Für die Freigabe von Verzeichnissen stellen viele Hersteller eine Option zur Verfügung. Die Freigabe erfolgt über die Administrations-Software im Webbrowser. Zudem bieten die Netzwerkspeicher auch die Möglichkeit, für den entsprechenden Ordner die Adresse weiterzuleiten, dabei kann es sich um soziale Netzwerke oder E-Mail handeln.

Dass die Systemsoftware von heimischem Router und Speicher immer aktuell ist, ist das Entscheidende beim Teilen der Daten von Netzwerkspeichergeräten. Auf diese Weise wird verhindert, dass Hacker Zugriff auf die Daten erhalten.

Verschicken der Daten mit Hilfe des Browers

Ebenso ist es aber auch möglich, große Datenpakete über die verschiedenen Online Services wie zum Beispiel WeTransfer oder Whisply direkt via Browser zu verschicken. Die Funktionsweise hierbei ist sehr simpel. Zunächst wird die Datei im Webbrowser ausgewählt. Im nächsten Schritt wird der Empfänger per E-Mail bestimmt und dann wird eine Nachricht eingetragen und zu guter Letzt beginnt der Transfer der Daten zum jeweiligen Server.

Sobald die Daten komplett verschickt sind, wird der Empfänger vom Online-Speicher per Mail informiert. Die Daten sind nur für einen bestimmten Zeitraum verfügbar und sie werden verschlüsselt versendet.

Mit einem Online-Service wie WeTransfer ist das Teilen großer Dateien im Webbrowser einfach und unkompliziert.

Whisply stellt darüber hinaus auch eine Anbindung an die Cloud-Services von DropBox, OneDrive und GoogleDrive zur Verfügung. Auf Wunsch lädt der Online-Service von dort die Datenpakete. Danach wird an den Empfänger eine Nachricht geschickt.

Webmail bietet einen Datenspeicher

Nicht selten können Kunden eines Mailservices ihre Daten via Cloud verschicken. Bei diesen Angeboten wird der Anhang in einen Cloud-Speicher geladen. Ein Link zum Download wird dann in der Mail eingefügt. Zu den Anbietern, die diesen Service für ihre Kunden bereithalten, gehören unter anderem Google, Outlook.com, Web.de oder Yahoo. Da die Daten hier aber nicht verschlüsselt werden, sollte ein Zip-Archiv mit Krypto-Funktion erzeugt werden.

So werden Daten effektiv für die Speicherung in der Cloud

Um die jeweiligen Daten zu schützen, muss ein neues ZIP-Archiv angelegt werden. Um das zu erreichen, ist der einfachste Weg, auf den Windows-Explorer zu klicken und dann die gewünschte Datei mit der rechten Maustaste auszuwählen. Im Kontextmenü wird dann unter 7ZIP der Eintrag einem Archiv hinzugefügt.

Im Feld Archiv des Hauptfensters muss nun der Name für die ZIP-Datei eingegeben werden. Unter Archivformat muss dann die Option zip eingestellt werden. Rechts im Feld muss dann sowohl die Verschlüsselung als auch ein sicheres Passwort eingegeben werden. Im Anschluss muss die Eingabe bestätigt werden. Als Voreinstellung wird AES-256 gewählt. Dann wird der Packvorgang gestartet indem man den OK-Knopf drückt. Die fertige Datei befindet sich im gleichen Verzeichnis wie die Ausgangsdatei.

Nun fehlt noch der Transfer. Das gerade erstellte ZIP-Archiv wird nun in eine Cloud transferiert. Dazu muss ein Link erzeugt werden, der für die Freigabe dient. Dieser Link wird dann an den Empfänger versendet. Es ist aber auch möglich, den anderen Nutzer über eine Freigabeoption zur gemeinsamen Nutzung einzuladen. Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass das Passwort, was zuvor beim Erzeugen der ZIP-Datei vergeben wurde, in einer separaten Mail an den anderen Nutzer verschickt wird. Keinesfalls ist es empfehlenswert, das Passwort in der gleichen Mail, in der sich auch der Link befindet, zu verschicken. Das könnte eine echte Einladung für Hacker sein.

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