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Der Genuss in der Tasse kommt nicht von Irgendwo
Dienstag, 17 Juni 2014 | Autor: Frederike Werneke

Bio Farmer Ludwig Cremer, Röstmeister Thorsten Rosendahl
Bio Farmer Ludwig Cremer, Röstmeister Thorsten Rosendahl

Der Genuss in der Tasse kommt nicht von Irgendwo

Salzkotten. Der Bio Bauer Ludwig Cremer, mit deutschen Wurzeln, zog vor über 20 Jahren nach Indien um sich dort einen längst erhofften Traum einer eigenen Kaffeeplantage zu erfüllen. Gemeinsam mit seiner Frau führt er die Golden Mist Plantation in Kodagu, um in einer Kooperation mit den umliegenden Bauern in natürlicher Umgebung Kaffeepflanzen zusammen mit Pfefferranken, Zimt- und Bananenstauden biodynamisch anzubauen.

Seit dem Start der Benslips Kaffeerösterei im November 2013 bezieht das inhabergeführte Unternehmen seinen Rohkaffee zum größten Teil von dem gelernten Landschaftsgärtner Ludwig Cremer.


Bei seinem Besuch am vergangenen Samstag in Salzkotten strahlte er eine Zufriedenheit aus, wie man sie nur selten im stressgeführten Alltag eines jeden erblickt. In einer lockeren Gesprächsrunde betonte der Inhaber der Kaffeerösterei Gerd Benslips wie wichtig es sei sich heutzutage im Markt durch besondere Merkmale von den andern zu unterscheiden. So sei es ihm eine Herzensangelegenheit die Produzenten und Konsumenten in einer direkten und transparenten Art zu verbinden, wie es sie bisher nur selten gibt. Deshalb werden die Rohstoffe, ohne in die Hände von Zwischenhändlern zu kommen, direkt von der Farm in die eigene Rösterei geliefert. Anders wie Großröstereien kann man hier den gesamten Transportweg nachverfolgen und garantieren, dass der Kaffee auf Ludwig Cremers Plantage angebaut und geerntet wurde.

An diesem Samstagmorgen war es Herrn Cremervon Bedeutung den Gästen einmal zu erklären welche Unterschiede es zu industriellen Plantagen gibt. Dort wo die Pflanzen auf Profit getrimmt und in Reih und Glied angebaut werden, kommen oftmals Chemikalien und Pestizide ins Spiel. Diese Monokulturen ruinieren die Böden oft für Jahrzehnte ohne einen Wert für die einheimischen zu hinterlassen. Nachdem die Ernte dann mit Maschinen eingefahren ist, gelangen die Rohstoffe über zahlreiche Zwischenhändler nach Deutschland. Dies macht den Kaffee einerseits teurer, andererseits sind Qualität und Produktionsbedingungen nicht mehr lückenlos nachvollziehbar. Anders ist es bei der Kooperationen der Farmen und Bauern die über Ludwig Cremer laufen -sie sind Bio Bauern aus Überzeugung.

Strenge Eingangskontrollen sichern, dass die Rohware, also jeder einzelne Sack Kaffee der im Hafen ankommt, biozertifiziert ist. Das bedeutet, dass der Kaffee in seiner natürlichen Umgebung heranwächst und man beim Anbau selbstverständlich auf Pestizide und chemische Düngemittel verzichtet. So betonte Ludwig Cremer dass grade die Kuh eine wichtige Rolle beim Anbau der Pflanzen spielt. Sie wird deshalb in Indien so stark respektiert, da sie durch den natürlich produzierten Dünger ein Garant der Bodenfruchtbarkeit ist und somit zur Nachhaltigkeit beiträgt. In der Erntezeit von Ende November bis Februar stellen die Mitarbeiter in drei Durchgängen sicher, dass nur die reifen Kaffeekirschen geerntet werden, um beim späteren Röstverfahren die bestmögliche Qualität zu erzielen. Gelangt die Ernte dann in eine im Flachland liegende Mühle, wird sie dort gewaschen, getrocknet, sortiert und anschließend vom Bio-Inspekteur begutachtet, um sie von dort aus mit dem EU Bio-Siegel in die Rösterei nach Salzkotten zu verschiffen.

Für den späteren Genuss in der Tasse ist ab diesem Zeitpunkt der Röstmeister Thorsten Rosendahl zuständig. Anders als in vielen Großröstereien, werden die Rohstoffe zunächst sortenrein in einer Langzeitröstung geröstet. In diesem 13-14- minütigen Verfahren werden Säuren und Bitterstoffe abgebaut, weshalb die Benslips Kaffees besonders bekömmlich sind. Und grade in diesem Moment jede Sekunde über den Genuss in der Tasse. Aus diesem Grund überwacht Thorsten Rosendahl jeden Röstvorgang und zieht immer wieder Proben, um Dauer und Temperatur genau auf die Größe und den Feuchtigkeitsgehalt der Bohnen abzustimmen.

Um das Aroma des Kaffees so frisch wie möglich zu halten, wird bei Benslips erst dann geröstet, wenn eine Bestellung eingegangen ist. Denn, die Wenigsten Wissen das Kaffee nach vier Wochen beginnt sein Aroma zu verlieren.

Bei dem Farmer Ludwig Cremer, wie auch beim Inhaber der Rösterei Gerd Benslips sah man nach diesem Gespräch umso mehr in den Augen die Leidenschaft, den Willen und die Überzeugung für dieses Konzept. Schon bald, versprach Ludwig Cremer, erneut die Röstereien in Salzkotten zu besuchen um die Beziehung und gute Partnerschaft weiterhin zu stärken.

In ca. 4 Wochen wird es dem Konsumenten möglich sein per Internet seinen gewünschten Kaffee zu bestellen. Im Onlineshop ist es möglich je nach Bedarf oder per Abo zu bestellen. Bis zu diesem Zeitpunkt kann man den Kaffee in allen Benslips Filialen und in der Kaffeerösterei nach Wunsch als Bohne oder gemahlen bekommen.




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