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Für jeden verständlich
Donnerstag, 10 Dezember 2015 | Autor: pb

14 Frauen lernten Leichte Sprache

Image Um sogenannte Leichte Sprache drehte sich alles bei einem zweitägigen Kurs, zu dem die Koordinierungsstelle für Inklusion der Stadt Paderborn eingeladen hatte. Mitglieder aus dem Netzwerk „Mit uns zum Wir“, das sich für die Inklusion in Paderborn stark macht, lernten dabei, in einfachen Worten und Sätzen zu kommunizieren. Denn für die 14 Kursteilnehmerinnen geht es in ihrem beruflichen Alltag häufig darum, sich so auszudrücken, dass auch Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten und geistigen Behinderungen verstehen, worum es geht.

Annika Nietzio vom „Büro für Leichte Sprache Volmarstein“ in Wetter (Ruhr) erklärte den Kursteilnehmerinnen mit Hilfe verschiedener Schreib- und Sprachübungen die Regeln für Leichte Sprache. So sollten beispielsweise Abkürzungen in Texten in Leichter Sprache genauso wenig verwendet werden wie Fremdwörter oder rhetorische Fragen. Weitere Regeln sind auch die Anwendung von großer Schrift, kurzen Sätzen und einfachen Wörtern. Bilder helfen außerdem beim Verstehen des Textes.

Leichte Sprache ermöglicht Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten das selbstständige Lesen und Verstehen von Texten und erleichtert ihnen damit nicht nur den Zugang zu wichtigen Informationen, sondern verbessert auch ihre Teilhabe, Selbstbestimmung und Eigenständigkeit. Zur Qualitätskontrolle werden Texte in leichter Sprache von Menschen mit Lernschwierigkeiten auf Verständlichkeit geprüft.

Während des Seminars sammelten die Teilnehmerinnen viele wertvolle Erfahrungen, die ihnen künftig nicht nur im Beruf von Nutzen sein werden. Denn das Konzept der Leichten Sprache gewinnt zunehmend an Bedeutung: ob in der Verwaltung oder der Politik, in der Freizeit oder in der Wohnwerkstatt. So kann Leichte Sprache auch Menschen helfen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Aber auch Menschen, die Demenz haben oder gehörlos sind, können von Leichter Sprache profitieren.

Wer mehr über den Inklusionsprozess erfahren möchte, kann sich gerne an die Koordinierungsstelle für Inklusion der Stadt Paderborn, Tel. (0 52 51) 88 16 43 oder Tel. (0 52 51) 88 23 38, wenden.
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