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Die Macht der Sprache in der Pflege
Donnerstag, 14 Mai 2015

Caritas-Tagung ruft Pflegekräfte dazu auf, die Sprache als Mittel zur Selbstpflege zu nutzen

 „Wittener Werkzeuge“ vorgestellt

© cpd/Jonas
© cpd/Jonas
Paderborn (cpd). Pflegekräfte für die Macht der Sprache zu sensibilisieren, darum ging es beim diesjährigen „Tag der Pflege“ des Diözesan-Caritasverbandes in Paderborn. Rund 65 Fachkräfte aus der Alten- und Krankenpflege setzten sich dabei mit der „Sprache der Pflege als Teil der Selbstpflege“ auseinander.

Foto: Wollen Pflegekräfte für die Macht der Sprache sensibilisieren (von links): Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig, Tanja Segmüller sowie Eva-Maria Müller, Britta Elena Scheibe und Ralf Nolte vom Diözesan-Caritasverband Paderborn.

Sprache habe nicht nur eine große Wirkung auf das Verhältnis zwischen Pflegekräften und den zu Pflegenden, sagte Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig. „Sprache ist ebenso wichtig für die ´Selbstpflege´“.

Der Leistungsdruck, das steigende Alter des Pflegepersonals sowie die steigende Anzahl von Pflegebedürftigen pro Pflegekraft kennzeichne die jetzige Situation im Pflegeberuf, erklärte Eva-Maria Müller, Referentin für Gesundheits- und Pflegeberufe beim Diözesan-Caritasverband. Die Notwendigkeit der Selbstpflege sei in den Einrichtungen hinlänglich bekannt. Letztlich bestünde aber ein “Umsetzungsproblem“. Wie diese Selbstpflege konkret aussehen kann, erklärte Tanja Segmüller, Doktorandin an der Universität Witten/Herdecke. Sie und neun ihrer Kollegen entwickelten dazu die „Wittener Werkzeuge“. Diese zehn Werkzeuge sollten die Gespräche und damit die Beziehungen zwischen Pflegenden und Patienten vertiefen, indem sie den Pflegenden zur Selbstpflege anleiten. „Ein wichtiger Punkt ist es, Grenzen zu ziehen“, erläuterte Segmüller. Viele Pflegekräfte übernähmen sich und fühlten sich für zu viel verantwortlich.

Zu den Werkzeugen gehören Achtsamkeit, Mitgefühl und Ermutigung, aber auch Selbstachtung und Intuition. „Es geht im Pflegeberuf nicht nur um die Patienten, sondern auch um die Pflegenden“, sagte Segmüller. Auch die Solidarität spiele eine wichtige Rolle im Pflegeberuf. Neben der Patientenversorgung (Patient Care) und dem eigenen Wohlbefinden (Self Care) spielen auch die Kollegen (Team Care) eine wichtige Rolle. So könnten sich Mitarbeiter zum Beispiel nach ihrer Schicht zusammensetzen und über schwierige Situationen und mögliche Lösungen im Arbeitsalltag reden. Insgesamt haben die Wittener Werkzeuge das Ziel, den Pflegenden ein größeres Bewusstsein für ihr Handeln zu geben und so den Berufsalltag zu vereinfachen und zu verbessern.
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