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Vierjähriges Bestehen gemeinsam gefeiert
Montag, 23 Juli 2018 | Autor: CH

Familiennachsorge zieht große Kreise

Image Paderborn. Ein Zusammentreffen der ganz besonderen Art spielte sich jetzt in der Frauen- und Kinderklinik St. Louise ab: 60 Erwachsene und 45 Kinder folgten der Einladung der Früh- und Neugeborenenstationen, um das vierjährige Bestehen der Familiennachsorge zu feiern.

Die Besucher des Festes hatten eine große Gemeinsamkeit: Sie alle profitierten nach ihrem Aufenthalt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin von der Betreuung durch die sozialmedizinische Nachsorge.

Das Leben einer Familie kann sich grundlegend verändern, wenn ein Kind viel zu früh auf die Welt kommt oder chronisch krank wird. Diese Kinder müssen oft wochenlang stationär versorgt werden - eine enorme Belastung für die Eltern. Für die Zeit danach bietet die sozialmedizinische Nachsorge den Familien ihre Unterstützung an. Das Team setzt sich dafür ein, den Übergang aus dem stationären Krankenhausaufenthalt nach Hause so reibungslos wie möglich zu gestalten. Ziel ist es, dass die Familien ihre Situation im Alltag schnellstmöglich aus eigener Kraft bewältigen können.

"Wir bieten den betroffenen Familien für etwa drei bis sechs Monaten eine 1:1-Betreuung an. Wir kommen wöchentlich zu ihnen nach Hause, beraten die Eltern in der Versorgung ihres Kindes und koordinieren Unterstützungsangebote wie Physiotherapie, Frühförderung oder eine Haushaltshilfe. Derzeit betreuen wir 20 Familien in Paderborn", erklärt Sibylle Meintrup, Leiterin des Angebots und Case Managerin der Familiennachsorge Bethel.

Die Familien werden von Daniela Gockel, Bianca Keuper und Christina Schüle (Kinderkrankenschwestern, Paderborner Team Familiennachsorge) begleitet und stehen den Eltern als Ansprechpartnerinnen im häuslichen Umfeld zur Seite. Neben ihnen stehen den Familien aus dem Paderborner Team noch Angelika Brand (Sozialpädagogin, psychosoziale Elternberatung), Christina Breuer (Schichtleitung Neugeborenenstation) sowie Isabelle Gerken (Fachärztin, Neonatologie) und Dr. Frank Dohle (Oberarzt, Neonatologie) mit ihrem Fachwissen beratend zur Seite.

Schon seit vier Jahren kooperiert die Frauen- und Kinderklinik St. Louise mit dem "Bunten Kreis" in Bethel. "Unsere sozialmedizinische Nachsorge ist ein echtes Markenzeichen der Klinik geworden. Durch unseren Fokus auf die entwicklungsfördernde Pflege und der familienzentrierten Betreuung, stellen wir bereits während des stationären Aufenthaltes die Gleise für die optimale Versorgung zu Hause. Auf der Station überlegen wir gemeinsam, für wen eine Betreuung im häuslichen Kontext hilfreich sein könnte. Die Eltern können die Ansprechpartner noch während des Krankenhausaufenthaltes kennen lernen und so schon frühzeitig Vertrauen aufbauen", so Dr. Frank Dohle, Oberarzt in der Kinderklinik.

Die Eltern sind sich einig: Das Angebot ist Gold wert. "Anfangs hat man so unendlich viele Fragen. Die Kinderkrankenschwestern waren immer für uns da, haben unseren Stress heruntergefahren und gaben uns wertvolle Tipps für den Umgang mit unserem Baby. Ich bin dem Team sehr dankbar dafür. Mittlerweile konnte ich schon enge Freundschaften mit anderen Eltern schließen - wir sitzen schließlich alle im selben Boot", berichtet eine "Frühchen"- Mutter.

Sibylle Meintrup ist stolz auf den großen Zuspruch der Familiennachsorge: "Dass heute so viele Familien gekommen sind, spiegelt wider, wie wichtig das Angebot für die Familien ist. Das Schönste ist jedoch zu sehen, wie gut sich die Kinder in der letzten Zeit entwickelt haben." Zum Ende des Treffens ließen die Familien Luftballons mit ihren Wünschen in die Luft steigen.

Bildunterzeile: von links (hintere Reihe): Christina Breuer (Schichtleitung Neugeborenenstation), Christina Schüle, Daniela Gockel, Bianca Keuper (Paderborner Team Familiennachsorge), Dr. Frank Dohle (Oberarzt Neonatologie), Dr. Peter Richter (Ltd. Oberarzt Kinderklinik) sowie vordere Reihe: Sibylle Meintrup (Leiterin Familiennachsorge Bethel), Isabelle Gerken (Fachärztin Neonatologie) und Angelika Brand (Psychosoziale Elternberatung). Foto: St. Vincenz-Krankenhaus GmbH/Hoppe
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