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Die 10 Gebote - Charta der Menschenrechte
Donnerstag, 13 Juli 2017 | Autor: Patrick Kleibold

Bonifatiuswerk thematisiert zu Libori die Zehn Gebote in einer Vielzahl an Veranstaltungen

©Patrick Kleibold
©Patrick Kleibold
Das Bonifatiuswerk richtet mit einem vielfältigen Programm zu Libori den Blick auch auf die Zehn Gebote Gottes. Thematisiert werden Fragen wie: Braucht es in einer humanistisch aufgeklärten Welt überhaupt noch Gottes Gebote oder sind sie nicht vielmehr Relikte einer wilden und barbarischen Zeit, die wir spätestens seit der Aufklärung überwunden haben? Antworten auf diese Fragen geben Theologen, Künstler, Politiker, renomierte Wissenschaftler und Laien, die während zweier Podiumsdiskussionen, einer Kunstausstellung, einer Gebetsstunde und am Informationsstand des Bonifatiuswerkes, die Aktualität der Zehn Gebote diskutieren werden.

"Zu Libori wagen wir uns an eine zeitgemäße Interpretation der Gebote Gottes. Für uns sind sie eine Charta der Menschenrechte, die die Beziehung von Gott und Mensch ins Wort fassen und das Zusammenleben von Menschen erleichtern. Für uns Christen sind sie Wegzeichen, Orientierungsmarken und zugleich Lebenshilfe", sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen. Er freue sich darüber, dass das Bonifatiuswerk eine so breite Palette an Veranstaltungen präsentieren könne, an denen viele renomierte Persönlichkeiten sich beteiligen.

Höhepunkt der Veranstaltungen ist die Bilderausstellung "Udos 10 Gebote" von Udo Lindenberg in der Gaukirche am Markt/Domplatz. Mit seiner bekannten Maltechnik hat der Panikrocker zeitgemäße, durchaus humorige und hintergründige Interpretationen biblischer Weisungen geschaffen. "Ich bin dankbar, dass Udo Lindenberg die Arbeit unseres Hilfswerkes mit der Ausstellung seiner Werke unterstützt. Er gibt uns damit die Möglichkeit, die Aktualität der Gebote Gottes in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu holen", sagte Austen.

Begleitend dazu werden in der Gaukirche zwei Podiumsdiskussionen stattfinden. Am Mittwoch, 26. Juli, um 19 Uhr, richten Rabbi Andrew Steiman (Jüdische Theologie), Prof. Dr. Klaus von Stosch (Komparative Theologie) und Jun.-Prof. Dr. Muna Tatari (Islamische Theologie) einen gemeinsamen Blick der drei großen monotheistischen Weltreligionen auf die Gebote Gottes. Diskutiert wird darüber, wie ein interreligöser Dialog gelingen kann? Thema der Diskussion wird sein: "Judentum, Islam und Christentum - Ein gemeinsamer Blick auf Gottes Gebote".

Am Donnerstag 27. Juli, um 19 Uhr, diskutieren der Europaabgeordnete Elmar Brok und Prof. Dr. Elisabeth Jünemann unter dem Thema "Die Zehn Gebote auf Europäisch: Basis für Europäische Identität?" darüber, ob die Zehn Gebote ein Identitätsmarker für Europa sein können. Wenn sie es sind und sie ernstgenommen werden, dann hat das Konsequenzen. Nicht nur für das politische und wirtschaftliche Europa, sondern auch für unser menschliches Handeln.

Auch während der traditionellen "Gebetsstunde für die Christen in der Diaspora" am Montag, 24 Juli, um 14 Uhr im Hohen Dom wird die Wegweisung Gottes als Angebot zum Leben aufgegriffen. Zu Gast ist der Hamburger Kiezpfarrer Karl Schultz, der die Andacht mit geistigen Impulsen mitgestalten wird. Direkt an der Domtreppe vor dem Paradiesportal präsentiert sich das Bonifatiuswerk wieder in gewohnter Tradition mit einem Informationsstand. Die Besucher können sich unter anderem auf ein Gewinnspiel zum Thema Zehn Gebote mit Preisen von Udo Lindenberg freuen.

Mit dem Erlös der Veranstaltungen unterstützen das Bonifatiuswerk und Udo Lindenberg in Kooperation mit der Pfarrei St. Liborius das "Wohnhaus Johanna" in Hamburg. Das Wohnhaus ist eine Jugendhilfeeinrichtung für junge, psychisch kranke Frauen, die in der Regel im Anschluss an einen Klinikaufenthalt nicht in der Lage sind, alleine zu leben, nicht in ihr vorheriges Umfeld zurückkehren können, und die in dem "Wohnhaus für Frauen" bis zu drei Jahre sozialpädagogisch betreut werden.

Foto: Zehn Mitarbeiter des Bonifatiuswerkes zeigen zehn Gebotstafeln mit einer zeitgemäßen Interpretation der Gebote Gottes. Zu Libori wird am Informationsstand des Bonifatiuswerkes das Geheimnis gelöst, welche Interpretation für welches der Zehn Gebote steht.
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