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Es werde Licht
Mittwoch, 12 Januar 2011 | Autor: Maria Tillmann

Vorläufer der Fotografie
Vorläufer der Fotografie
Dalheimer Klosterschule: Jugendliche bauen eine Camera obscura

Lichtenau-Dalheim (lwl). Anders als heute bestimmte im Mittelalter das Licht den Tagesablauf der Menschen - auch im Kloster Dalheim. Jugendliche von 16 bis 18 Jahren begeben sich bei einem Kurs der Dalheimer Klosterschule am Samstag, 5. Februar, von 10 bis 15 Uhr vor Ort auf die Spuren des Lichts und seiner Symbolik, um dann im Anschluss eine Camera obscura zu bauen und auszuprobieren.

Bei einem Rundgang durch die mittelalterliche Klausur des Klosters Dalheim lernen sie die Lichtsymbolik der Bibel ebenso kennen wie seine Bedeutung in der Liturgie und der Architektur. Licht und Schatten, aber auch die Jahreszeiten und die Beobachtung von Naturphänomenen wurden im Kloster aber schon im Mittelalter nicht nur symbolisch behandelt. Zum Beispiel die Ordensmänner Roger Bacon oder später Johann Zahn befassten sich mit astronomischen Erscheinungen und ihrer Enträtselung. Sie waren es auch, die die so genannte Camera obscura vor mehreren hundert Jahren in Europa etablierten und weiterentwickelten.

Unter Anleitung von Sonja Voss studieren die Jugendlichen das Prinzip der Camera obscura, um selbst ein Exemplar zu bauen und es schließlich mit Fotopapier auszurüsten. Nach einer Einführung in die Belichtungstechnik geht es ans Aufnehmen eigener Fotos und das Entwickeln in einer Dunkelkammer.

Die Kursgebühr beträgt 30 Euro inkl. Material und einer Führung durch das Museum. Information und Anmeldung bis Montag, 24. Januar, unter Telefon (05292) 9319-224.

www.stiftung-kloster-dalheim.lwl.org

Stichwort "Camera obscura"

Das Prinzip der Lochkamera ist bereits seit der Antike bekannt. Schon Aristoteles beschrieb die Erzeugung eines auf dem Kopf stehenden Bildes, wenn Licht durch ein kleines Loch in einen dunklen Raum fällt. Im 13. Jahrhundert baute der Ordensmann Roger Bacon für Sonnenbeobachtungen die ersten Apparate in Form einer Camera obscura. Durch die Jahrhunderte wurde das System immer weiter entwickelt und das kleine Loch für den Lichteinfall im Mittelalter durch größere Linsen ersetzt. Im Jahr 1686 konstruierte der Prämonstratensermönch Johann Zahn eine transportable Camera obscura. Die Lochkamera wurde oft als Zeichenhilfe genutzt und gilt als Vorläufer der Fotografie.

Foto: Vorläufer der Fotografie: Kursleitung Sonja Voss zeigt im Kreuzgang des Klosters Dalheim den Prototypen einer Camera obscura. (Foto: LWL/Maria Tillmann)
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