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Dalheimer Sommer 2008
Montag, 02 Juni 2008

 Lichtenau-Dalheim (lwl).  Die Premiere von Goethes "Faust - Der Tragödie erster Teil" eröffnet in diesem Jahr den Dalheimer Sommer. Unter dem Titel "Zwischen Himmel und Hölle" bringt das renommierte Festival vom 3. August bis 7. September bereits zum zwölften Mal Musik und Theater in das ehemalige Augustiner Chorherrenstift Dalheim, das heute das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur beherbergt. Insgesamt neun Konzerte und Rezitationen sowie elf Aufführungen des Schauspiels bilden das Programm des Dalheimer Sommers im Faust-Jubiläumsjahr, 200 Jahre nach dem ersten Erscheinen der gedruckten Ausgabe. Veranstalter ist der Verein der Freunde des Klosters Dalheim e.V..

Zwischen Himmel und Hölle
Während man sich beim veranstaltenden Freundeskreis des Klosters Dalheim bereits im vergangenen Jahr mit der erfolgreichen deutschen Erstaufführung des "Bürger als Edelmann" in der Originalfassung und einer Platzauslastung von über 90 Prozent wie im Himmel wähnte, begibt man sich in diesem Jahr auch thematisch in himmlische Sphären - zumindest teilweise. "Zwischen Himmel und Hölle" lautet das Festivalmotto im Jahr 2008.

Schauspiel
Gespielt wird Johann Wolfgang von Goethes Meisterwerk "Faust - Der Tragödie erster Teil". Dr. Hans Moeller inszeniert das Drama um den Gelehrten Dr. Faust im Vertrauen auf den Originaltext in der bewährten Zusammenarbeit mit dem Ensemble der Studiobühne der Universität Paderborn, aber auch mit einigen Berufsschauspielern. Für Kostüm, Choreographie und Musik setzen die Festivalmacher mit Irina Sentjabova und Jörg Jacobi auf das Erfolgsteam des vergangenen Jahres. Für die Lieder werden die Vertonungen des Fürsten von Radziwill eingesetzt, die zur Berliner Uraufführung Verwendung fanden. "Die Spielstätte des Neuen Schafstalls schreit förmlich nach einer Realisierung des Faustdramas in dem Ambiente, das Goethe sich vorstellte", äußerte sich der Intendant Dr. Wolfgang Kühnhold nicht nur begeistert von den Dalheimer Örtlichkeiten: "Insbesondere freue ich mich, dass wir für Schüler im Rahmen einer Lehrveranstaltung einen Sonderpreis von 8 Euro pro Person für die Faust-Aufführungen anbieten können", sagte Kühnhold.

Neue Spielstätte
Neben den klassischen Veranstaltungsorten wie dem Neuen Schafstall (ca. 320 Plätze) und der spätgotischen Klosterkirche (300 Plätze) wird in diesem Jahr eine weiterer Spielstätte in Betrieb genommen: die Meierei (ca. 220 Plätze), eines der Wirtschaftsgebäude des florierenden Dalheimer Klosters aus dem Barock.

Konzerte, Rezitationen, Vigilie
Insgesamt drei der acht Konzerte sowie die Matinee werden in der Meierei stattfinden.

Das Eröffnungskonzert mit dem Playel-Trio St. Petersburg (9. August) steht unter dem Titel "Mit Energie, Leidenschaft und Feuer". Die international gefragte Sopranistin und Professorin an der Detmolder Musikhochschule Sabine Ritterbusch präsentiert Goethe-Lieder unter dem Titel "Goethes Dichterliebe" (16. August), zwei preisgekrönte Nachwuchsmusiker geben Franz Liszts "Faustsinfonie" in der Bearbeitung für zwei Klaviere (22. August), und der Intendant Dr. Wolfgang Kühnhold rezitiert zum Thema "Hölle und Teufel!" aus deutscher Dichtung (24. August). Das junge Bläserensemble arirang-Quintett spielt Carl Maria von Webers "Freischütz" - große Oper für Kammerensemble (24. August). Auch die "nicht ganz so fromme Nachtwache", die Dalheimer Vigilie, steht wieder auf dem Programm, allerdings mit neuem Konzept (5. September).

Dalheimer Tage Alter Musik
Die Dalheimer Tage Alter Musik werden in der Marienvesper mit dem Ensemble Stimmwerck (13. August), mit Gesängen der Hildegard von Bingen und dem Ensemble per-sonat (29. August) sowie zum Abschlusskonzert mit Renaissance-Gesängen des Ensembles inCanto weimar (7. September) weitergeführt.

Zusammenarbeit mit dem LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Mit seinem Leitmotiv knüpft das Programm des Dalheimer Sommers traditionsgemäß an die aktuelle Sonderausstellung im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur an, die ab 22. Juni 2008 unter dem Titel "Gut vorbereitet? Die Kunst des rechten Sterbens" die (klösterliche) Vorbereitung auf das Jenseits in den Blick nimmt. "Ich freue mich sehr auf meinen ersten Dalheimer Sommer", sagte der neue Leiter des 2007 eröffneten Museums Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers. Ein reibungsloser Verlauf der Veranstaltungen sei sicher gestellt. Beuckers: "Sie werden durch die beginnenden Bauarbeiten auf dem Klostergelände nicht gestört werden." Im Juni startet in Dalheim der so genannte 2. Bauabschnitt, der die historischen monastischen Funktionsräume wie Kreuzgangsgeviert, Kapitelsaal, Kalefaktorium, Arbeitsraum/Skriptorium und Refektorium wieder erfahrbar machen und dem Landesmuseum rund 2.000 weitere Quadratmeter Ausstellungsfläche erschließen wird. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und das Land Nordrhein-Westfalen investieren zusammen weitere 14 Millionen Euro.

Sponsoren
Unterstützt werden die Festivalmacher um den Intendanten Dr. Wolfgang Kühnhold vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der Stadt Lichtenau, der Stiftung Kloster Dalheim, die das Landesmuseum trägt, und von Vertretern der regionalen Wirtschaft, darunter die Volksbanken im Kreis Paderborn. "Ohne ihr Engagement wäre ein Festival dieser Qualität und Größenordnung hier in Dalheim schier unmöglich", dankte Gabriele Schäfers, stellvertretende Vorsitzende des Vereins der Freunde des Klosters Dalheim, den Sponsoren für ihren Einsatz für das kulturelle Leben in der Region.

Catering
In den Konzertpausen bietet das Klosterwirtshaus Dalheimer Klosterbräu den Besuchern köstliche Kleinigkeiten und Getränke.

Kartenvorverkauf
Karten für die Aufführungen des Dalheimer Sommers sind für 25, 20 und 15 Euro (ermäßigt 22,17 und 12 Euro) erhältlich. Sonderpreise gelten für die Matinee (12 Euro) und die Vigilie (20 Euro) und für Schüler im Rahmen einer Lehrveranstaltung für die Faustaufführungen (pro Person 8 Euro in Kategorie B und C). Der Kartenvorverkauf startet am 2. Juni unter Telefon (0 52 92) 93 19-224 (mo-fr und an allen Veranstaltungstagen 8-18 Uhr) sowie unter www.dalheimer-sommer.de
 


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