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Bürener Unternehmergespräche 2013
Sonntag, 08 Dezember 2013 | Autor: Michael Kubat

Unternehmer bestätigen Kurs der Bürener Verwaltung

Selbst Orkantief Xaver mit Sturmböen von mehr als 100 km/h konnten über 100 Unternehmervertreter letzten Donnerstag nicht abhalten, der Einladung von Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow und Wirtschaftsförderer Jan Hüttner in den QUAX-Hangar am Flughafen Paderborn/Lippstadt zu folgen. Beide hatten die Unternehmen des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes, bereits zum dritten Mal, zu den "Bürener Unternehmergesprächen" eingeladen.

Als diesjähriger Gastgeber bot die Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH mit dem QUAX-Hangar und seinen funkelnden Flugzeugveteranen eine imposante Kulisse. Der neue Hausherr des Flughafens, Herr Dr. Marc Cezanne, nutzte diese Plattform der Wirtschaftsförderung gern, die Bürener Unternehmensvertretern persönlich zu begrüßen und die Herausforderungen zu schildern, denen sich der Flughafen aktuell stellen muss. Er machte dabei auch deutlich, wie sehr erfolgreiche Unternehmen und verfügbare Gewerbeflächen in unmittelbarer Nähe zur Attraktivität und damit auch zum Erfolg eines Flughafens beitragen.

Die im Entwurf des neuen Landesentwicklungsplans (LEP) beabsichtigte Herabstufung des Airports Paderborn/Lippstadt als lediglich nur noch "regionalbedeutsam" stehe einer erfolgreichen Entwicklung jedoch entgegen. Wer jetzt Seitenhiebe gegen den fest im Winterschlaf liegenden Landeplatz Kassel-Calden erwartete, wurde enttäuscht. Cezanne erklärte stattdessen, er wolle sich besonders darauf konzentrieren, auch in den aktuell schwierigen Zeiten neue Fluggesellschaften für den Standort zu interessieren und so neue Ziele an den Flughafen Paderborn/Lippstadt holen.

Bürgermeister Burkhard Schwuchow dankte den Anwesenden für die gute Zusammenarbeit. Er habe in den vergangenen Monaten und Jahren eine deutliche Verbesserung im Miteinander und vor allem einen deutlichen Zuwachs an Vertrauen zwischen Unternehmerschaft und Verwaltung festgestellt. Schwuchow führte dies nicht zuletzt auch auf die veränderten Strukturen im Rathaus zurück und schilderte den Anwesenden den Umbau der Verwaltung in den vergangenen Jahren.

Bei der Stadt Büren sind insgesamt weit über 200 Mitarbeiter beschäftigt, die bei seinem Amtsantritt in nur zwei Abteilungen organisiert waren. "Wer schon einmal ein Unternehmen oder eine Abteilung mit so vielen Mitarbeitern geführt hat, weiß, wie schwer das ist und wie viel Energie dabei verloren gehen kann", so Schwuchow.

Nunmehr ist die Verwaltung in fünf Abteilungen organisiert, die nach Themengebieten aufgebaut wurden. Dabei habe man sich auch an den Bedarfen der Unternehmen orientiert und beispielsweise das Sachgebiet Planung in einer eigenen Abteilung zusammengeführt. Ziel sei es, den Unternehmen beste Rahmenbedingungen zu schaffen, damit diese erfolgreich arbeiten können. "Geht es den Unternehmen gut, geht es der Stadt und damit den Bürgerinnen und Bürgern gut", brachte es der Bürgermeister auf den Punkt.

Bürens Wirtschaftsförderer Jan Hüttner machte in seinen Ausführungen eindrucksvoll deutlich, wie erfolgreich sich die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und der Wirtschaftsförderung mittlerweile gestaltet und nur mit dieser tatkräftigen Unterstützung der Unternehmen sei es möglich, etwas nachhaltig zu verändern. So berichtete Hüttner beim letzten Unternehmertreffen im Dezember des Vorjahres noch über die gerade bevorstehende erste Bürener Ausbildungsmesse und vor 14 Tagen hat mit der b.a.m 2.0 bereits die zweite Bürener Ausbildungsmesse im Ludwig-Erhard-Berufskolleg (LEBK) stattgefunden.

"Gemeinsam mit dem LEBK haben wir sofort auf die Forderung der Unternehmen reagiert, die Messe deutlich früher zu veranstalten, um die Jugendlichen rechtzeitig anzusprechen." Der Wirtschaftsförderer und der Leiter der Bürener Dependance des LEBK, Detlef Sandmann, dankten den ausstellenden Unternehmen für ihr Engagement und erklärten, dass die Veranstaltung auch zukünftig den regional ansässigen Unternehmen vorbehalten bleibt, obwohl Firmen aus anderen Regionen längst die hohe Qualität dieser Bürener Ausbildungsinitiative erkannt haben und gern für sich nutzen wollen.

Hüttner lud die Unternehmer weiterhin ein, die Job- und Ausbildungsbörse auf der städtischen Homepage noch intensiver zu nutzen, um auf offene Stellen oder Ausbildungsplätze aufmerksam zu machen. Hüttner informierte die Unternehmer auch, welchen Eindruck der Gemeinschaftsstand auf der Regionalmesse hinterlassen hatte. "Lernen, Leben und Arbeiten in Büren", unter diesem Motto bot die Bürener Wirtschaftsförderung Anfang des Jahres gemeinsam mit engagierten Partnern aus der Unternehmerschaft einen kleinen Überblick, was Büren zu bieten hat.

Viele Besucher waren überrascht, welche Produkte und Dienstleistungen ihren Ursprung in der Wirtschaftsregion Büren haben. Ob Bauteile für Raketen und Formel-1-Rennwagen, Fahrwerke für Verkehrsflugzeuge, Spezialgranulate oder Tanksysteme für Edelkarossen - diese eindrucksvolle Bandbreite hatte wohl keiner der Messegäste dem Standort Büren zugetraut.

Anschließend blickte Wirtschaftsförderer Hüttner auf das "Büren Open Air" (BOA) zurück und dankte den Sponsoren aus der Unternehmerschaft. "Allein Ihre finanzielle Unterstützung hat es uns ermöglicht, 3.500 begeisterten Gästen in den Bürener Almeauen unvergessliche Kinoabende zu präsentieren und dafür keinen Eintritt verlangen zu müssen". Gleichzeitig nutze Hüttner die Gunst der Stunde und lud alle Anwesenden ein, sich im kommenden Jahr am BOA zu beteiligen.

Die wohlwollenden Gesten einiger Teilnehmer lassen vermuten, dass sich alle Kinofans auf eine BOA 2014 freuen dürfen. "Wachstum braucht Fläche!" - mit dieser klaren Aussage gab Jan Hüttner den Anwesenden einen Einblick in den aktuellen Entwurf des Landesentwicklungsplanes (LEP) und besonders die Auswirkungen auf die Bürener Unternehmerlandschaft. Würde der Entwurf so umgesetzt, sieht der Wirtschaftsförderer massive Nachteile und Probleme für die ansässigen Unternehmen in ihrer mittel- und langfristigen Entwicklung. Der Stadt Büren wäre es dann nahezu unmöglich, die bereits heute dringend benötigten Industrie- und Gewerbeflächen zu entwickeln. Hüttner konnte damit auch deutlich machen, weshalb seitens der Wirtschaftsförderung gerade in diesem Bereich so viel Zeit und Energie aufgewandt wird und warum der neue LEP diese Anstrengungen extrem behindern würde.

Er wolle weiterhin den Fokus auf die Flächenentwicklung, entsprechende Netzwerkarbeit sowie die Bereiche Ausbildung und Fachkräftesicherung richten, so Hüttner weiter. Dem kräftigen Beifall und den Reaktionen der Zuhörer zum Ende seiner Ausführungen war klar zu entnehmen, dass die Anwesenden die Einschätzungen des Wirtschaftsförderers teilen und dem von ihm beschriebenen Kurs zustimmen.

Nach 60 Minuten beendete Bürgermeister Schwuchow den offiziellen Teil der Veranstaltung und überreichte Dr. Cezanne einige regionale Spezialitäten als Willkommensgruß. Als der neue Flughafenchef beim anschließenden get-together erfuhr, womit sich einige der vertretenen Firmen beschäftigen, war auch er sichtlich beeindruckt.

Das vielfach geäußerte Lob und einhellig positive Fazit der Teilnehmer ließen an diesem Abend keine Zweifel aufkommen - auch die dritten "Bürener Unternehmergespräche" waren ein voller Erfolg und Bürgermeister Burghard Schwuchow ist mit seiner neu formierten Verwaltung auf dem richtigen Weg.
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