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Ökonomie Büren
Freitag, 11 Februar 2011 | Autor: Isabel Schulte

Auch die Musiklehrer des Gymnasiums freuen sich auf die neuen Räume. Von links: Johannes Friebe, Johanna Grewe, Ursula Fischer, Jochen Haneke
Auch die Musiklehrer des Gymnasiums freuen sich auf die neuen Räume. Von links: Johannes Friebe, Johanna Grewe, Ursula Fischer, Jochen Haneke
  Musik liegt in der Luft - soweit wird es zumindest Ende des Jahres sein. Dann soll die Ökonomie fertig gestellt sein und den Schülerinnen und Schülern des Bürener Mauritiusgymnasiums für den Musikunterricht zur Verfügung stehen. Auch die beiden Bürener Chöre Kinder- und Jugendchor und der Frauenchor "Fine-Art", die über die Stadtgrenzen hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad besitzen, sollen in der umgebauten Ökonomie ein neues musikalisches Zuhause finden. Die Arbeiten am historischen Gebäude sind in vollem Gange und wurden von Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Abteilungsleiterin Marita Krause sowie dem Schulleiter Friedhelm Henke und dem Vorsitzenden des Trägervereins Reinhold Stücke begutachtet.

Bei der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbauten "Ökonomie" handelt es sich um das ehem. Wirtschaftsgebäude des Jesuitenkollegs. Die Lage des Gebäudes - zwischen dem historischen Mauritiusgymnasium und der barocken Jesuitenkirche nah an der Alme - dürfte sich daraus erklären, dass nur hier die Möglichkeit bestand, einerseits einen Standort nahe der Alme mit Zugang zu deren Wasser (z. B. als Kühlwasser) und zum anderen nur kurze Transportwege zur Küche des Kollegs zu haben.

Als Wirtschaftsgebäude ist die Ökonomie untrennbar mit der Geschichte der Jesuiten, des Kollegs und der Kirche verbunden. Sie ist Zeugnis für die Ordens- und Stadtgeschichte und Bestandteil des bedeutendsten, spätbarocken Jesuitenkomplexes in Westfalen und wurde daher am 09.08.1999 in die Denkmalliste der Stadt Büren eingetragen.

Es handelt sich um einen zweigeschossigen verputzten Bruchsteinbau unter Krüppelwalmdach mit regelmäßiger Fensteranordnung. Alle Öffnungen werden mit schlichten Sandsteingewänden umrahmt. Der Bau wurde sowohl in der Flucht der Kirche als auch der Gartenfront des Kollegs erstellt. Das Erdgeschoss war ehemals als Brauhaus eingerichtet. Die Ladeluken in Ober- und Dachgeschoss lassen darauf schließen, dass die oberen Geschosse offenbar als Korn- und Malzböden genutzt wurden. Im Erdgeschoss war ursprünglich eine Brauerei eingerichtet.

Nach 1945 wurde das Innere zu Klassen- und Wohnräumen (für Laienbrüder und Jesuiten) ausgebaut, dabei einzelne Öffnungen in angepassten Formen verändert.

Nachdem die Stadt Büren das Ökonomiegebäude vom Haus Büren'schen Fonds erworben hat, wird es nun mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II renoviert und soll anschließend dem Mauritiusgymnasium für den Musikunterricht sowie den Bürener Chören zur Verfügung gestellt werden. Der bisherige Dachraum soll zu einem Mehrzweckraum für ca. 97 Personen ausgebaut werden.

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