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Atommüll könnte durch Altenbeken rollen
Mittwoch, 20 Oktober 2010 | Autor: Jürgen Wrona

BUND-Kreisgruppe ruft zur Teilnahme am "Castor-Strecken-Aktionstag" auf

Paderborn. Castor-Behälter mit strahlendem Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague könnten Anfang November durch Altenbeken rollen. Darauf weist die Paderborner Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hin und ruft zur Teilnahme am bundesweiten "Castor-Strecken-Aktionstag" auf.

Eine Protestaktion findet am Samstag, 23. Oktober, 13.00 Uhr am Bahnhof Altenbeken statt.


Bereits in den Jahren 1996, 2001 und 2006 sind Castor-Behälter auf ihrem Weg zum Atommülllager Gorleben per Bahn durch Herbram, Buke und Altenbeken transportiert worden. Welche Strecke die insgesamt elf Castoren aus der Normandie diesmal nehmen und der genaue Zeitplan werden geheim gehalten. Aber die Route über Warburg, Altenbeken und Hameln könnte nach vier Jahren mal wieder dran sein, vermutet der BUND. Geplant ist, den Atommüll am 5. November in Frankreich auf die Reise zu schicken. Möglicher Termin für den Transport durch Altenbeken könnte dann Sonntag, 7. November, sein.

Die Castor-Behälter sind spezell für den Transport von Atommüll und die Eindämmung der tödlichen Strahlung konstruiert worden und wiegen mehr als 100 Tonnen. Doch trotz dicker Eisenwände ist die Strahlung in unmittelbarer Umgebung der Waggons erhöht. Außerdem bieten die Castoren nicht gegen alle Unfall- und Terrorrisiken - z.B. Exposionen oder Aufprall eines Flugzeugs - ausreichend Sicherheit. Die Dichtigkeit der Behälter bei einem Sturz aus großen Höhen ist nicht umfassend getestet worden. Besonders kritisch sieht der BUND daher einen Transport des Atommülls über den Altenbekener Viadukt.

Mit dem "Castor-Strecken-Aktionstag" am Samstag, 23. Oktober, soll bundesweit gegen die Gefahren der Kernenergienutzung und der Atommüll-Transporte durch dichtbesiedelte Gebiete protestiert werden. Die BUND-Kreisgruppe legt dabei - ebenso wie das Organisationsteam in Altenbeken - Wert darauf, dass der Protest friedlich erfolgt und die Sicherheit der Bahnstrecke nicht beeinträchtigt wird. Aufrufen radikaler Kernkraft-Gegner zum Untergraben von Gleisen - dem sog. "Castor Schottern" - wird bei aller Kritik an den gefährlichen Atommüll-Transporten eine deutliche Absage erteilt.

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